Wilderson III, Frank B.

Afropessimismus



Aus dem Englischen
von Jan Wilm

400 Seiten, gebunden, € 28,-,
ISBN 978-3-7518-0333-5
(Matthes & Seitz Berlin)

Die amerikanische Bürgerrechtsbewegung und »Black Lives Matter« haben schon viel für die schwarze Bevölkerung in den USA verändert? Noch lange nicht genug, meint Frank B. Wilderson.

 

Wilderson, Professor und Leiter der African American Studies an der University of California, kommt in seiner eindringlichen Analyse des strukturellen Rassismus, die von berührenden Memoiren durchzogen ist, zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die Unterdrückung schwarzer Menschen ist kein Relikt der Vergangenheit. Rassismus durchzieht jeden Aspekt ihres sozialen, politischen und kulturellen Lebens. Schwarz zu sein steht für ihn in der Tradition der Sklaverei, was letztlich bedeutet, ein schwarzer Mensch ist kein Mensch. »Afropessimismus zeichnet eine Strukturkarte der menschlichen Erfahrung. Auf dieser Karte sind schwarze Menschen integral für die menschliche Gesellschaft und zugleich immer und überall von ihr ausgeschlossen.« (The New Yorker)