Boyer, Anne

Die Unsterblichen



Krankheit, Körper, Kapitalismus

Aus dem Englischen
von Daniela Seel

280 Seiten, gebunden, € 25,-,
ISBN 978-3-75180-316-8
(Matthes & Seitz Berlin)

Ehrlich, unsentimental und berührend. Der erschütternde Bericht der preisgekrönten Lyrikerin, Essayistin und alleinerziehenden Mutter über ihre Brustkrebserkrankung, Sterblichkeit und Tod, Sprache und Literatur.

Kurz vor ihrem 41. Geburtstag wird bei Anne Boyer ein hochaggressiver Brustkrebs diagnostiziert. Sie beginnt, sich schreibend mit ihrer Krankheit und dem gesellschaftlichen Umgang damit auseinanderzusetzen. Boyer analysiert die Kapitalisierung der heutigen Gesundheitsversorgung, beschäftigt sich mit Verschwörungstheorien rund um den Krebs und entdeckt, dass ihr Chemotherapie-Medikament vor über 100 Jahren als Senfgas in Produktion ging. Und sie sucht Antworten in den Schriften von vier Autorinnen, die ihr Schicksal geteilt haben: Susan Sontag, Audre Lorde, Kathy Acker und Virginia Woolf. »Die Geschichte des eigenen Brustkrebses zu erzählen heißt, eine Geschichte des Überlebens zu erzählen, ganz im Sinn des neoliberalen Selbstmanagements«, so die Autorin.