Littekin, Erin

Denk ich an Kiew



Roman
Aus dem Englischen
von Rainer Schumacher
und Dietmar Schmidt

399 Seiten, gebunden, € 24,-,
ISBN 978-3-7857-2832-1
(Lübbe)

Unter der Herrschaft Stalins verhungerten trotz gefüllter Getreidespeicher Millionen Menschen in der Ukraine. Der bewegende Roman widmet sich diesem weitgehend vergessenen Kapitel der ukrainischen Geschichte.

Ukraine 1929: Als Pawlo Katja in den Arm nimmt und küsst, ist sie das glücklichste Mädchen der Welt. Doch ihr Glück wird bald von der Realität getrübt, denn Stalins Handlanger zwingen die Bewohner ihres Dorfes dazu, ihre Unabhängigkeit aufzugeben und dem Kollektiv beizutreten. Wer widerspricht oder den Plänen im Weg steht, wird verhaftet oder vertrieben. Das Versprechen von gedeihenden Höfen, glücklicher Arbeit und guten Ernten erfüllt sich für die ukrainischen Bauern nicht, stattdessen erleiden sie Willkür, Bedrohung, Gewalt und Not. Jahrzehnte später findet Cassie in Illinois im Haus ihrer Großmutter, die bisher nie über ihre ukrainische Herkunft gesprochen hat, ein Tagebuch. Ein erschreckend aktueller Roman über Leid und Not in der Ukraine unter Stalin.