Goldschmidt-Lechner, Simoné

Messer, Zungen



Roman


187 Seiten, gebunden, € 20,-,

ISBN 978-3-7518-0088-4

(Matthes & Seitz Berlin)


In ihrem Debütroman »Messer, Zungen« nähert sich Simoné Goldschmidt-Lechner radikal und zärtlich den Leerstellen der eigenen Familienbiografie und rückt die Frage nach Herkunft und Heimat in den Fokus.



Der namenlosen Protagonistin fehlt bis auf wenige fragmentarische Erinnerungen das Wissen über ihre Ahnen, über all die Leben der vergangenen Generationen, die dennoch bis in die Gegenwart weiterwirken. Aus Vergangenheitsbruchstücken und Mythen versucht sie daher, sich den eigenen Stammbaum mit einer der Wirklichkeit in nichts nachstehenden Radikalität zu gestalten. Eine formstarke, beeindruckende Erzählung, die von Südafrika bis nach Deutschland und in die USA führt und von der Kolonisation durch Buren und Engländer über den Kampf um das Ende der Apartheid bis in die Gegenwart reicht. Eindringlich thematisiert sie die Spannung zwischen Zugehörigkeit und Zuordnung, gegenseitiges Verstehen, Gewalt und menschliche Wärme.