
»Ich hatte eine Freundin. Sie war groß und stark und schön.« Doch einen Tag vor dem Einmarsch der Russen in die Ukraine bringt sich die Freundin von Christiane Hoffmann um. Natürlich stellt sich die Frage: Hätte sie oder jemand anderes etwas tun können, um das zu verhindern? Und was hätte getan werden müssen, um den Krieg zu stoppen? Feinfühlig verbindet die Autorin die Erinnerung an ihre Freundin, an das gemeinsam Studium russischer Literatur, die Begeisterung für Dostojewski, Tschechow, die WG in Leningrad und die Träume von Veränderungen und einem demokratischen Russland mit der langen und ambivalenten Geschichte der deutsch-russisch-ukrainischen Beziehungen. Ein Trauerbuch und zugleich ein Buch, das Fragen aufwirft, Debatten fördert und Brücken schlägt.