
Als Kind hinterfragt er nicht, wieso seine Großmutter keine größere Familie hat oder was es mit ihren Geschichten und den fremden Wörtern auf sich hat, die sie manchmal in ihre Sätze streut. Erst als er selbst 2018 nach Kiew reisen will, um dort für eine Hilfsorganisation zu arbeiten, gibt seine Mutter ihm die Aufzeichnungen der Großmutter. Und so erfährt er, dass die 1919 in Altmontal in der Schwarzmeerebene geboren wurde, Hungersnöte, Verfolgung und Krieg erlebte und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Bayern floh. Michael Riepl erzählt die schwierige Geschichte seiner Großmutter, die trotz aller Widerstände Ärztin wurde, und verknüpft diese mit eigenen Erfahrungen in der Ukraine und im Kaukasus. Eine wahre Geschichte, die berührt und fesselt wie ein Roman.