
Gefühle sind etwas Schönes, doch dabei denken die meisten an Glück, Dankbarkeit oder Liebe. Aber wie sieht es mit den anderen, den unangenehmen Gefühlen aus? Angst lässt einen schwach erscheinen, wer wütend wird, gilt schnell als unkontrolliert, und wer sich schämt, als nicht belastbar. Dennoch sind gerade diese schmerzhaften Gefühle enorm wichtig, um daran zu wachsen, sich zu verändern und neu zu orientieren, erklärt Jan Kalbitzer in seinem Buch. Denn Wut ruft nach Klärung, Angst hilft, Prioritäten zu setzen, und Scham mahnt dazu, sich und andere nicht zu verraten. Statt diese Emotionen also zu regulieren oder sogar zu verdrängen, sollten wir sie lieber ernst nehmen, sie aushalten und ihre Kraft nutzen, um unsere Persönlichkeit zu schärfen und voranzubringen.