
»Nach der Sonne schauen« spielt in der Peripherie Leipzigs, wohin sich die Installationskünstlerin Iona Bartschok zurückzieht, um mit etwas Abstand zur Außenwelt an einem neuen Projekt zu arbeiten. Die Protagonistin richtet sich in einer ehemaligen Industriehalle ein. Die Landschaft ringsum: ein früheres Tagebaugebiet mit Abraumhalden. Der Wind bläst Tag und Nacht. So, zurückgeworfen auf das eigene Selbst und das neue Projekt, verbringt Iona ihre Tage allein. Jedenfalls fürs Erste. Denn bald melden sich Besucher an: zunächst eine herumstreunende Hündin, Bella, dann auch Nora, die Nichte des Vermieters. Und so kehrt nach und nach das Leben zurück in Iona Bartschoks selbst gewählte Isolation. »Martina Hefter hat eine geradezu erschütternde Art zu schreiben.« (Deutschlandfunk Kultur)