
Elisa von Hof räumt gleich mit mehreren Klischees auf. Etwa, dass Musen stets weiblich, Genies stets männlich sind, dass Musen immer nur reines, lieblich-schönes Beiwerk der Genies sind. Höchst anschaulich schildert die Autorin, welch enormen Arbeitsaufwand viele Musen im Zusammenleben mit Künstlern geleistet, welch große Stützen sie ihnen gewesen sind. Als erste Kritikerinnen ihrer Werke, Inspiration gebende Gefährtinnen und fester Rückhalt. Ob Gala Dalí, Véra Nabokov, Constanze Mozart oder Uma Thurman: Die Autorin bietet endlich auch den Musen eine Plattform, bringt sie als Menschen nahe, schildert deren Arbeitspensum und Leistungen. Und eröffnet mit diesem Werk zugleich tiefe, neue Einblicke in das Leben großer Künstler – etwa Picasso und Goethe.