
Als Waleria erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann, löst dies Unerwartetes in ihr aus. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie die letzte in einer Reihe von Frauen ist, die bisher ihr Leben bestimmten: Róza, ihre alleinerziehende Mutter, die mit ihr von Polen ins wiedervereinigte Deutschland zieht, weil sie sich hier für sich und ihre Tochter eine bessere Zukunft erhofft, und Marianna, ihre Großmutter, die in einem polnischen Dorf aufwuchs, das sie nie verlassen hat. Sie erkennt, welch unsichtbares Band die Frauen einer Familie verbindet. Und sie stellt sich die Frage, was es bedeutet, den Schlusspunkt zu bilden. Mit einer poetischen, sensiblen Sprache und erzählerischer Raffinesse legt Oliwia Hälterlein die Geschichte dreier Frauen frei, deren Wurzeln, Schicksale und Träume.