
1858 in einfachen Verhältnissen geboren, bringt Mélanie Bonis sich selbst das Klavierspielen bei. Ihre Mutter ist zunächst dagegen, doch schließlich willigt sie ein, dass das Mädchen Klavierstunden bekommt. Ihr Talent wird erkannt, mit 19 wird sie am Pariser Konservatorium aufgenommen. Als einige der wenigen Frauen studiert sie Komposition, doch sie veröffentlicht ihre Werke unter männlichem Pseudonym. Gefangen in den engen Konventionen, die ihre Eltern und ihr Glaube vorgeben, lebt sie ihr Leben mit einem ungeliebten Mann, mit ihrer Musik und einer verbotenen großen Liebe. Alissa Wenz nähert sich einfühlsam der historischen Figur, erzählt von Bonis’ Leben und Streben nach Selbstbestimmung und setzt damit einer vergessenen Künstlerin ein wunderbares Denkmal.