
Knapp 300 junge Frauen aus dem kriegszerstörten Deutschland kommen im Sommer 1949 nach Island, um dort ein Jahr auf Höfen zu arbeiten und auch um als potenzielle Heiratskandidatinnen zur Verfügung zu stehen. Elsa ist eine von ihnen. Sie wird einer Bauernfamilie mit zwei Söhnen und einem Knecht zugeteilt. Zunächst fühlt sie sich nur fremd an diesem Ort und mit den Menschen, deren Sprache sie nicht versteht. Doch mit der Zeit wird sie Teil dieser Gemeinschaft, stößt auf Geheimnisse, Erwartungen und findet einen Weg für ihr Leben. Katrin Zipse widmet sich einem nahezu vergessenen Stück Geschichte und spürt gleichzeitig der aktuellen Frage nach, wie es gelingen kann, sich in der Fremde einzuleben und trotz Verlusten und traumatischen Erfahrungen ein neues Leben aufzubauen.