
Als ihre Großmutter Anni stirbt, reist Christina aus Berlin in das kleine Dorf bei Nürnberg, wo sie lebte, um das ererbte Haus zu veräußern. In der Wärme des Spätsommers steigen auch die Erinnerungen an ihre Kindheit auf: an Anni, die aus Rumänien stammte und in das Deutschland der Wirtschaftswunderzeit kam, um ihr eigenes Leben fernab von der Enge und den Zwängen ihrer Heimat zu führen. Sie zieht Tochter und Enkeltochter allein auf und erkämpft sich mit Zähigkeit und Fleiß einen bescheidenen Wohlstand. Christina stellt sich die Frage, ob Anni tatsächlich das gute Leben gefunden hat, von dem sie zeitlebens träumt, und stößt nach und nach auf überraschende Fundstücke. Allmählich erkennt sie die wahre Stärke ihrer Großmutter: die Kunst loszulassen, um frei zu werden.