Jekal, Jan

Paranoia in Hollywood



Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten
1941–1953
380 Seiten, gebunden, € 28,-,
ISBN 978-3-7518-2103-2
(Matthes & Seitz)

Vor den Nazis in die USA geflohen, mussten viele Exilanten erleben, wie sie später als verdächtig abgestempelt wurden. Eine Wende, an der manche verzweifelten und gegen die sich andere mit Mut und Witz wehrten.

 

Während die Nazis Angst und Schrecken in Europa verbreiteten, bereiteten viele Künstler und Intellektuelle, die bedroht und verfolgt wurden, ihre Ausreise vor. Ziel für sie waren oft die USA, vor allem Los Angeles, wo sich eine Gemeinschaft der Exilierten bildete. Die Stadt wurde zu einem Zentrum deutschsprachiger Kultur. Thomas Mann, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Vicky Baum, Fritz Lang und viele mehr fanden sich dort, vereint in ihrem Antifaschis­mus, zusammen. Doch aus willkommenen Geflüchteten, aus Nazi-Gegnern wurden bald schon Verdächtige, suspekte »Kommunisten«, die das FBI überwachte. Anhand von unveröffentlichten Dokumenten zeigt Jan Jekal, wie in einem Land, das Zuflucht bot, Misstrauen und Repression zunahmen und wie die Betroffenen damit umgingen.