
Yvette wird in Colmar im Elsass geboren. Mal Französin, mal Deutsche, drei Mal wechselt sie die Nationalität und die Sprache. Als Erwachsene schwankt sie zwischen Bourgeoisie und Aufruhr, zwischen Patriarchat und Feminismus. Ihr Leben verläuft stets zwischen zwei Polen, ein Spiegel ihrer Krankheit, denn sie ist bipolar. Für ihre Kinder versucht sie, eine Normalität aufrechtzuerhalten, liebevoll für sie da zu sein. Doch es gibt immer wieder Phasen, in denen sie verschwindet. Erklärungen dafür bekommen die Kinder nicht. Erst Jahre später erfahren sie von Klinikaufenthalten und Depressionen. Um sich ihrer Mutter anzunähern und sich dem Vergessen entgegenzustemmen, zeichnet Pascale Hugues ihr tragisches Leben liebevoll und einfühlsam nach.