Selge, Edgar
Juras letzter Winter
Roman
256 Seiten, gebunden, € 25,-,
ISBN 978-3-498-00344-9
(Rowohlt)
Jura Rjabinkins Tagebuch ist eines der wenigen Dokumente, die das Grauen der Belagerung Leningrads ab 1941 fühlbar machen. Edgar Selge webt daraus einen großartigen Roman. »Besser kann man nicht schreiben.« (SZ)
Etwa eine Million Menschen starben Schätzungen zufolge während der Belagerung Leningrads durch deutsche und verbündete Truppen 1941 bis 1944. Einer von ihnen ist der 16-jährige Jura Rjabinkin, der vom 22. Juni 1941 bis in den Januar hinein in einem Tagebuch festhält, wie sich das Leben um ihn, aber auch sein Innenleben verändert, während der Hunger an ihm nagt. Edgar Selge liest die Tagebucheinträge immer wieder, kommt dem Jungen, seinem Erleben und seinen Gedanken zunehmend näher. Er kommentiert die Texte, lässt dabei eigene Erinnerungen entstehen, knüpft Bezüge zur Aktualität und schafft einen einzigartigen Austausch mit Jura über Jugend, Träume, Gewalt, Fremdheit und Nähe. Ein sehr bewegender Roman, der Jura ein wunderbares Denkmal setzt.
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