Kupferberg, Shelly

Stunden wie Tage



Roman
272 Seiten, Leinen, € 25,-,
ISBN 978-3-257-07348-5
(Diogenes)

Inspiriert von Tatsachenberichten begleitet Shelly Kupferberg Martha durch ihr Leben. Eindrucksvoll vermittelt sie dabei die Atmosphäre der Angst und der unermesslichen Grausamkeit während des NS-Regimes.

 

Jeder kennt die alte, verwahrlost wirkende Dame in ihrem Viertel in Berlin. Gerüchte kursieren über ihre Vergangenheit und angeblichen Reichtum. Doch wer ist Martha wirklich? Als junge Frau ist sie erleichtert, als sie 1925 die Stelle als Hausbesorgerin bekommt und sich um das Mietshaus der jüdischen Brüder Henry und Ber Berkowitz kümmern soll. Fleißig ist sie, sparsam und gewissenhaft. Für Liane, Henrys Tochter, wird sie zur Vertrauensperson. Als die Nazis an die Macht kommen, müssen die Brüder fliehen, doch Henrys arische Familie bleibt zurück – für Martha unbegreiflich. Als Liane wegen Beteiligung am Widerstand verhaftet und hingerichtet wird, fühlt Martha sich schuldig. Erst nach dem Krieg trifft sie Henry wieder und beide erfahren endlich eine bittere Wahrheit.

 



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