Leiber, Svenja
Nelka
Roman
200 Seiten, gebunden, € 24,-,
ISBN 978-3-518-43276-1
(Suhrkamp)
Von Ausbeutung, Freundschaft und Erniedrigung erzählt dieser berührende Roman über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen. Eine eindringliche Geschichte über Widerstand und Mut, gegen Unmenschlichkeit und Vergessen.
Nelka wird im polnischen Lemberg geboren. Vom Vater, der als Berater für Obstbau arbeitet, lernt sie alles, was man über Äpfel wissen kann. 1941 wird die Sechzehnjährige von deutschen Soldaten als Zwangsarbeiterin auf einen norddeutschen Gutshof verschleppt. Das Elend und Leid, das sie dort erfährt, erträgt sie mit zwei Mädchen, die zu Freundinnen werden. Als der Gutsverwalter, von Nelka gleichermaßen angezogen wie verwirrt, erkennt, wie viel sie über den Obstanbau weiß, beschließt er, ihr Wissen zu nutzen, um eine Apfelplantage zu planen, die ihn nach dem Krieg reich machen soll. Viele Jahre später beschließt Nelka, wieder in das Land zu reisen, das sie eigentlich nie wieder betreten wollte. Sie will, dass der Verwalter sich an das erinnert, wovon sie sich endlich befreien muss.
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