April 2014



Buch-Tipp von Heidi Lenzen


Beruf: Buchhändlerin

Lieblingsautoren: Die, von denen man wünscht, das sie nie enden und jene, die man nie vergisst ...


Svenja Leiber
Das letzte Land
308 Seiten, gebunden, € 19,95, 
ISBN 978-3-518-42414-8
(Suhrkamp)


Svenja Leiber

Das letzte Land

Ruven Preuk, der jüngste Sohn des Stellmachers, ist hochmusikalisch, er kann nicht nur wunderbar Geige spielen, er sieht die Töne auch. Das passt so gar nicht in das harte Landleben zu Beginn des letzten Jahrhunderts.


Als Ruven in die Stadt zieht, um bei Hermann Goldbaum Musik zu studieren, eröffnet sich ihm eine neue Welt. Er bekommt Zugang zum Bildungsbürgertum und erwirbt sich mit seiner Kunst dessen Anerkennung. Der Traum von einer großen Karriere scheint in greifbare Nähe gerückt. Zwar muss seine Liebe zu Rahel, der Enkelin Goldbaums, unerfüllt bleiben, doch findet er in der Ehe mit Lene ein kleines Glück. Sein Durchbruch als außergewöhnlicher Musiker steht kurz bevor, als der Zweite Weltkrieg ausbricht und auch seine Welt in den Abgrund reißt. Svenja Leiber hat nicht nur einen wunderbaren Roman über den Zauber der Musik geschrieben, sie zeichnet mit trefflichem Blick ein deutsches Gesellschaftspanorama, das nahezu das gesamte letzte Jahrhundert umfasst.



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